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Mittwoch, 30. Juni 2010

Sommernachtswachtraum

Nachts funktioniert mein innerer Zeitmesser unfassbar präzise! Ich verschätze mich selten um mehr als drei Minuten.
Nachts kann ich klarer denken.
Nachts hab ich die besten Ideen.

Seltsamerweiser verlagert sich die Phase meiner höchsten Kreativität immer weiter nach
hinten, bis in den frühen Morgen hinein.

Ich hab schon diverse Nachteulen-Foren durchgestöbert, aber ich würde auch gerne mal
wissen, wie es den Nachteulen in meinem eigenen Umfeld so ergeht.

Fühlt euch frei zu kommentieren...

Samstag, 19. Juni 2010

Onlineroman: Caspar - David - Frederic Teil15

Frederics Speaker klangen etwas anders, etwas böser.. Bose sozusagen. Sie hatten gerade die Autbahn verlassen und bogen nun in eine Reihenhaussiedlung ein. Der Walfisch am Haken hinter ihm zappelte gelegentlich mit den Armen, möglicherweise um anzudeuten, dass die 110Km/h auf der Bahn für ein solches Gespann dann doch etwas flott waren. Seine Beifahrerin hatte zwar ein paar mal leicht besorgt über die Schulter geschaut, dann aber gelacht. Der Junge auf der Rückbank genoß die Fahrt ganz offensichtlich und wippte im Takt der Bässe. 3AM - Eternal, Drei Uhr morgens, für immer! KLF kam im Auto sogar noch geiler. Drei Uhr morgens... Vor kurzem war das noch Frederics beste Jagdzeit gewesen. Wenn alle anderen sich ihre Füße bereits plattgetanzt hatten , oder besoffen in der Gegend herumtorkelten war für ihn große Erntezeit. Oft war er der einzig nüchterne in der ganzen Disko und bot dann ritterliche Fahrdienste an. Jetzt war es gerade einmal 18Uhr und alle Anwesenden waren nüchtern, vielleicht abgesehen von Werner. und das half wenig.Das hier war ein Level höher und mußte auch nicht zwangsläufig zum Erfolg führen. Es war beinahe eine Herausforderung. Aber eben nur beinahe. Frederic hatte das Trio, das er nun chauffierte instinktiv richtig gedeutet . Die Dicke hieß Marie und war die Mutter des Jungen, der heute Geburtstag hatte. Und die Hübsche war die scharfe Tante des Kleinen und hieß Sabine. Die weitere Vorgehensweise ergab sich völlig logisch.
Auf Werners Hof parkte ein teilzerlegter Porsche 924 unter dem zwei haarige Beine hervorlugten. Der Junge war natürlich sofort begeistert - vom Porsche, nicht von den Beinen - Es war klar, dass er seine Mutter nun dazu nötigen würde eine Weile zuschauen zu dürfen. "Darf ich?"
Die Dicke nickte entnervt, die Fahrt hatte sie mürbe gemacht und gegen einen Geburtstagswunsch konnte sie sowieso nichts machen. Werner war unter dem Hausfrauenporsche hervorgekrochen und wischte sich die verschmierten Hände an einem Lappen ab. Er rollte mit den Augen als er Frederic erblickte. "Immer mit die Weibers hier!", flüsterbrüllte er in seine Richtung und griff seine Hand. Frederic lachte. "Tach Werner. Dat sin`Bekannte von mir. Den Opel hat`s zerlecht, kannse ja ma angucken, wa?"
"Wat gibbet denn?", wollte Werner wissen und schielte auf das knappe Höschen der Hübschen.
"Nen Kasten Bier, dachte ich?", meinte Frederic.
"Nee, dat passt schon, gucken wa späta. Ich mein, wat hatta?"
"Schlauch ab oder sowat.", Fredric hob bedeutungsvoll die Brauen.
"Ach so, ne. Schlauch ab! Dat ist übel!", Werner nickte verständnisvoll, "Da kommse am besten in zwo, drei Stunden widda."
Der Junge quängelte und die Mutter gab schließlich nach. "Klar kann de Ullige mithelfen! komm ma her.. ich zeich dich dat..."
Fredric deutete auf seine Uhr. "Magst du auch solange hierbleiben? Ich müßte nochmal kurz nachhause, danach könnte man sich ja einen Eiskaffee oder sowas genehmigen?"
Sabine war nicht vollkommen dämlich, hatte ihn natürlich längst durchschaut. Aber da es ein wirklich verdammt heißer Tag war und weil er sich mit der Nummer so viel Mühe gegeben hatte... Außerdem sah dieser Kerl verdammt lecker aus.
"Ach verdammt! Fahren wir!", resignierte sie und fing sich einen verwirrten Blick ihrer Schwester ein. "Eiskaffe klingt gut!"
Die Dicke unterdrückte ein neidvolles Schnauben. Eiskaffee klang wirklich gut!

Donnerstag, 17. Juni 2010

Onlineroman: Caspar - David - Frederic Teil14

Fatcat (16:32):
Was zum Geier ist ein Arschleder??!

"Damit schützten die Bergleute damals ihren Hosenboden vor Nässe und Kälte.Eine Art dreieckiges Ledertuch, das hintenrum am Gürtel getragen wurde.", Oma Cohen wickelte eine weitere Rolle Mull um Caspars geschundenes Haupt. "Und es schützte empfindliche Stellen bei Stürzen... Sowas könntest du auch ganz gut gebrauchen." Caspar war immer noch benommen. "Wahrscheinlich hast du eine leichte Gehirnerschütterung... Keine Sorge, das geht alleine wieder weg."
"Ich bin erschüttert...", murmelte Caspar.
Oma lächelte. "Ein unvorhersehbarer Zufallsimpuls. Wahnsinnig schwer nachzustellen, hab ich mir sagen lassen."
Caspar wußte, dass Oma Cohen in ihrem Leben mehr als einen Beruf ausgeübt hatte und es war auch nicht das erste Mal, dass sie ihn verarztete. Dennoch wunderte er sich ein wenig über die Sorgfalt mit der die alte Dame ihn nun behandelte.
"Nach dem Krieg war hier alles britsche Besatzungszone. Gar nicht weit weg gab es ein improvisiertes Militärkrankenhaus, dort habe ich einige Monate als Krankenschwester gearbeitet.",erzählte sie nun, als ob sie seinen Gedanken erraten hätte. "Dort habe ich dann auch meinen Mann kennengelernt."
Nach dem Krieg... Caspar fiel sein Bunker ein und er überlegte, ob er Oma Cohen darauf ansprechen sollte. Damit wäre sein neues Versteck bereits kein Geheimnis mehr. Caspar tat sich mit Geheimnissen schwer. -Dieses eine Mal behalte ich etwas für mich!- , dachte er und glaubte es auch fast. Oma war in die Küche verschwunden und erledigte dort Küchendinge. Caspar saß zurückgelehnt in dem schweren Ledersessel und starrte ins Leere. Irendetwas blendete ihn aus der Ecke des Zimmers. Er kniff die Augen zusammen und erkannte eine hübsche silberne Taschenuhr. Oma Cohen hatte sie auf ein blaues Samtkissen gebettet, welches auf einem kleinem Podest ruhte. Es war ein erstaunlich exponierter Ausstellungsplatz für dieses schöne Stück. Die meisten Uhren im Zimmer waren, unabhängig von ihrem Wert, an beliebige Standorte verteilt. Natürlich hatte Oma Cohen auch ihre Lieblingsstücke und bewarte diese wie einen Zarenschatz in einer kleinen Vitrine. Außerdem hatte sie eine Wand für Uhren reserviert, denen sie einen besonderen Erinnerungswert zumaß. Diese Wand war nicht annährend so vollgestopft wie die anderen, was die seltsame Zusammenstellung der dort hängenden Stücke nur noch deutlicher erscheinen ließ.
Caspar betrachtete die funkelnde Taschenuhr. Er hatte keine Ahnung von antiken Uhren, auch ließen ihn die heutigen Zeitmesser völlig kalt. Seit seinem 15. Lebensjahr hatte Caspar keine Armbanduhr mehr getragen. Und auch wenn es seine Mitmenschen nicht selten in den Wahnsinn trieb, er hatte sie nie als nötig empfunden. Ideen kümmerten sich nicht um Uhrzeiten, ebensowenig wie Kraft oder Motivation. Wer auch immer seinen Tag in winzigste Bruchtücke zerteilt sehen wollte, sollte das seinetwegen auch so tun. Seinen Tag, eher noch seine Nacht, genoß Caspar am Stück, nicht in Scheiben. Doch dieses Ding... war wirklich schön. Es strahlte... Erhabenheit aus, wenn ein Gegenstand so etwas konnte. Oma Cohen brachte ihm ein weiteres Glas Wasser, folgte seinem Blick und schmunzelte.
"Hübsch, nicht wahr?", fragte sie wie beiläufig.
"Wunderschön!", Caspar war verwirrt, mehr als gewöhnlich. "Ich hab diese Uhr bisher noch nie hier gesehen... Ist sie neu? Woher haben sie sie?"
"Du machst auch nie deine Augen wirklich auf! Als Künstler solltest du doch einen wachen Blick haben! Schönheit rings um dich her... und du kriechst in finsteren Kellern herum!", Oma wirkte nicht streng sondern amüsiert.
Caspar verstand kein Wort. "Ähm..? Diese Uhr liegt also.. äh?"
"...seit etwa zwei Stunden an diesem Ort.", gab Oma Cohen bekannt.
"War ich denn so lange da unten?", Caspar ging auf, dass er in einem Zimmer voller Uhren saß und keine Ahnung hatte wie spät es war. Er hatte sich bis jetzt einfach nicht dafür interessiert.
"Fast fünf Stunden warst du weg. Ich hab gedacht, du wärst zwischendurch rausgegangen.", meinte Oma.
-Das heißt, sie hat diese Taschenuhr dorthin gelegt, als ich im Keller war-, überlegte Caspar, -Was soll denn dann diese Orakelei um Schönheit?-
Oma Cohen setzte sich ihm gegenüber auf das schmale alte Sofa und goß sich selbst ein Glas Mineralwasser ein. "Diese Hitze...", seufzte sie und fechelte sich mit der Tageszeitung etwas Luft zu. "Sie erinnert mich an Südafrika! Nur ist es hier gottseidank nicht so feucht. Und Moskitos gibt es hier auch keine."
"Sie waren schon einmal dort?", Caspar hatte seit seiner Kindheit eine seltsame Sehnsucht nach diesem Kontinent gefühlt. Er konnte nicht einmal genau sagen warum.
"Das ist jetzt etwa 6 jahre her...1986, kurz bevor du hier eingezogen bist.",antwortete Oma und schaute in ihr Wasserglas, als ob irgendwo darin ihre Erinnerungen schwammen.
"86!...Da war Paul Simon in Südafrika und hat dort Graceland aufgenommen!", Caspar hatte sich vorgebeugt.
"Er war großartig! Das ganze Konzert war großartig!", Oma schaute noch immer mit verschwommenen Blick in ihr Glas.
"Sie verar... Sie nehmen mich doch auf den Arm! Sie waren dort! Sie haben Paul Simon live gesehen?", Caspar war perplex. Er hatte die alte Dame nie auf ihren Musikgeschmack angesprochen, warum auch? DasRadio in der Küche lief beinahe den ganzen Tag und ihr schien die Senderwahl fast vollständig egal zu sein. Sie schien bei jedem Lied gleich vergnügt.
Oma war aufgestanden und lächelnd zum Plattenschrank gegangen.Sie stöberte ein wenig, zog dann eine säuberlich in Folie gehüllte LP hervor und reichte sie Caspar. -Graceland-
Mit der Andacht, die einer Reliquie würdig war nahm Caspar den Schatz entgegen. Die Platte war handsigniert, darüber hinaus mit persönlicher Widmung. "Jambo my dear! You could have been my Mrs Robinson! Truly yours - Paul", Caspar klappte der Kiefer herunter.
Oma kraulte sich etwas verlegen den Nacken und schaute zur Decke. "Das war damals in den 60ern. Gra`m und ich haben damals in London gewohnt. Wir hatten dort auch ein Haus."
Oma kramte in einer Zigarrenschachtel voller Fotos und reichte schließlich eine vergilbte Aufnahme an Caspar. Ein hübsches Paar mit iritierenden Frisuren stand lachend vor einem heruntergekommenen Stadthaus. Sie deutete mit ausladender Geste auf einen Plattenladen im Erdgeschoss. "Clocks&Tunes" stand in bunten Buchstaben über dem Schaufenster.
"122 Berwick Street, da war vielleicht was los!", Oma lächelte. "Mein Plattenladen hat sich gerade lang genug gehalten um Paul zu einer Signierstunde einzuladen. Mit Art war er damals ja ziemlich verkracht. Der wollte natürlich nicht kommen. Nu, Paul hatte wohl ein Auge auf mich geworfen. Ich hab ihm ja gesagt, dass ich verheiratet bin... Und er hat Gra`m auch kennengelernt später. Das waren halt die 60er. Paul war dann bald auch schon mit Peggy verheiratet. Ich komm nicht mehr auf ihren Nachnamen, Hopper oder Harmer oder sowas." Oma grübelte. "Harper!", meinte sie schließlich "Peggy Harper hieß sie... Nun, auf jeden Fall hab ich Paul zu dieser Zeit kennengelernt. Und als ich dann, Jahre später in Südafrika war, hab ich die Gelegenheit natürlich genutzt und ihn nach dem Konzert besucht." Sie stand nun wieder am Plattenschrank und zog einweiteres Album heraus. "Wednesday Morning, 3 A.M. Simon and Garfunckel... Nu, diese alte Widmung werde ich dich mal besser nicht lesen lassen. Wir könnten ein wenig in 'Graceland' hineinhören, oder? Oder sind deine Kopfschmerzen zu arg dafür?"
Alles ist besser als das Steigerlied, dachte Caspar. Und Paul Simon war sogar deutlich besser!
"Nein, gerne!", er lehnte sich wieder zurück. Oma war sichtlich erfreut und klappte ihre alte, aber gut gepflegte Musiktruhe auf. Einen kurzen Moment später knisterte heißgeliebtes Vinyl durch holzgefaßte Lautsprecher.

Mittwoch, 16. Juni 2010

Onlineroman: Caspar - David - Frederic Teil13

"Das kann doch jetzt bitte nicht ihr Ernst sein?!?", die schmächtige Verkäuferin wirkte verzweifelt. Dave schob den ersten Wagen vor sich her und zog Nr.2 nach. Beide waren bis zur Kante mit Bierflaschen gefüllt, verschiedenen Bierflaschen! Hinter ihm wuchs die Schlange bereits bis an das Ende des Marktes. Ein alter Standventilator verteilte die Hitze gleichmäßig in der gesamten Halle.
"Sie könnten auch zwei oder drei..zehn.. Kästen mitnehmen...", schlug die Verkäuferin vor "Da geb ich ihnen dann auch einen schönen Rabbat drauf!"
"Ähm.. leider.. Das wäre kontraproduktiv... aber vielen Dank für das Angebot", Dave spürte die Blicke der anderen Kunden im Nacken, es wurden bereits erste Verwünschungen ausgesprochen. "Kotraproduktiv...", wiederholte die Verkäuferin tonlos, "Das will ja keiner!" Etwa sieben Minuten später war die halbe Belegschaft des Getränkemartes damit beschäftigt Daves Einkauf abzurechnen. Die übrige Kundschaft führte man nun an einer improvosierten Kasse am Geschehen vorbei. Dave lernte eine Menge unfreundlicher Begriffe in mindestens vier verschiedenen Sprachen. Die türkischen klangen noch am nettesten. Als am Ende der Bon ausgedruckt wurde und Dave 143,55DM auf den Pfennig genau bezahlte klatschte das Personal Beifall. Dave verließ den Getränkekemarkt mit hochrotem Kopf und stand auf dem Parkplatz drei weiteren Problemen gegenüber. Zwei davon lehten an seinem Wagen und grinsten breit, als sie ihn auf sich zukommen sahen. Blanker Lebenserhaltungstrieb lenkte Daves Zunge:
"Darf ich die Herren vielleicht auf ein Getränk einladen.. oder auch zwei?", er deutete auf die beiden Wagen. "Bedienen sie sich!"
Glücklicherweise war es wirklich ein sehr heißer Tag und die beiden stämmigen Blaumänner vor ihm waren bestenfalls auf Erschrecken ausgewesen. Der größere von beiden zuckte mit den Schultern, lachte kurz und griff in den Korb, um wahllos vier oder fünf Flaschen herauszufischen. Sein Kollege prüfte den Inhalt der Körbe mit Kennerblick und wählte dann zwei Flaschen Starkbier und ein exotisches Hefeweizen. Ohne, dass ein weiteres Wort gewechselt wurde zogen seine beiden Wegelagerer ab und ließen Dave mit seinem dritten Problem zurück. "Es kommt nur auf die richtige Stapeltechnik an.", dachte er. "Wenn 20 Menschen in einen Ford Escort passen, dann werden doch wohl erst recht 200 Flaschen in einen Fiat hineingehen!" Ca. fünfzig Flaschen später kippte sein Optimismus in eine üble Ahnung um. Mit der Kraft der Verzweiflung und unter Aufbringung all seiner kombinatorischen Fähigkeiten brachte Dave schließlich tatsächlich beinahe alle Flaschen im Fahrzeug unter. Tetris sei Dank! Er sicherte die Ladung mit einer Decke und ging noch einmal in den Getränkemarkt, wo er mit einem entsetzen Blick empfangen wurde. Es war bereits eine halbe Stunde seit seinem Einkauf vergangen.
"Nicht wahr!!! Das darf nicht wahr sein!", die Kassiererin war am Ende ihrer Geduld.
"Keine Sorge.. bitte!", rief Dave rasch. "Ich bräuchte nur noch eine Tüte bitte."
Wortlos griff die Verkäuferin unter die Ablage der Kasse und warf Dave eine Rolle Plastiktüten zu, vielleicht etwas fester als es nötig gewesen wäre.

Dienstag, 15. Juni 2010

Caspar David Frederic - Werbepause1 - Das Loriot-Esel-Spiel

Siemel ‎(15:47):
Lies mal meine Story weiter bidde
Fatcat ‎(15:49):
Alter ich hab grad nur Zahlen und Methoden im Kopf...die Geschichte wird bei mir das Faß zum überlaufen bringen...dann machts pufffff
Siemel ‎(15:49):
neee.. das ist entspannend!
Noch ist das nicht zu kompliziert!
Fatcat ‎(15:49):
Ja für dich! Weil du dann endlich mal den ganzen Nonsense aus deinem Kopf rauslassen kannst
Siemel ‎(15:50):
Ach ich wünschte dafür gäb`s wirklich ne Methode...
Fatcat ‎(15:51):
let it raaaiin ohh let it raiain
Siemel ‎(15:51):
Hmm??
Phil?
Collins?
Fatcat ‎(15:51):
nein
Siemel ‎(15:51):
Collin`s Phil?
Fatcat ‎(15:52):
die Methode....lass es fließen

Siemel ‎(15:52):
Ach was?
Du meinst FLOW!
Daher auch: Den FLOW haben.. In den FLOW kommen und so
Fatcat ‎(15:55):
hehe
Siemel ‎(15:55):
Ich schreib jetzt noch ein Stündchen
Siemel ‎(15:56):
Kannst aber zwischquatschen
Fatcat ‎(15:56):
oh danke der Herr
Siemel ‎(15:56):
Mööönsch.. Du weißt was ich meine!
Fatcat ‎(15:57):
jajaa....nein neiiiin....Taubtrüber Ginst am Musenhain!
Siemel ‎(15:58):
*lach*
Fatcat ‎(15:58):
Der Hund liegt heute wieder sehr ungünstig
Fatcat ‎(15:59):
Schmier doch ma das Kind ein
Schau mal Mutti ein Esel!
Siemel ‎(15:59):
Schau mal Mutti... ein Esel!
Fatcat ‎(15:59):
hehe
Ich muss jetzt ins Wasser!
Siemel ‎(15:59):
Der Esel hängt schief!
Siemel ‎(16:00):
Der Esel bleibt draußen!
Fatcat ‎(16:00):
Hehe nächstes Level
Is das hier Esel 107?!
Siemel ‎(16:00):
*lach*
Fatcat ‎(16:01):
Mein Name ist Esel. Dr. Esel!
Siemel ‎(16:02):
Mein Name ist Esel! Ich kaufe hier ein!
Gehörst du zum Esel? -Nein!- Schwein gehabt!
Fatcat ‎(16:03):
Herr Dr Sommer...mit welcher Methode haben sie dem Esel sprechen beigebracht und wie lange hat es gedauert? pfllll
Siemel ‎(16:03):
Huar!
Fatcat ‎(16:03):
Wir nehmen das "Eselgrau"...
Siemel ‎(16:03):
Und was ist das? Das sind weiße Esel! - Ach! DAS sind weiße Esel! Ich dachte immer, das wäre nur so ein geflügeltes Wort... - Das ist mir neu!
Fatcat ‎(16:03): ;o)

Siemel ‎(16:04):
Hier? Auf dem Auslege-Esel?
Fatcat ‎(16:04):
Wie findest du meinen Esel? Welchen? Den den ich anhabe!

Siemel ‎(16:04):
*lach*
Au Mann!
Fatcat ‎(16:05):
Dann hab ich das Eseldiplom...da hat man was Eigenes wenn die Kinder mal ausm Haus sind
Siemel ‎(16:05):
GEIL!
Fatcat ‎(16:05):
Es tut mir Leid, aber wir haben leider nur noch einen Eselzipfel!!!
Siemel ‎(16:06):
*weglach*
Fatcat ‎(16:06):
wie geil das macht Spaß
Siemel ‎(16:06):
Schmeckt`s? -Ja- Und der Esel? -Frisch.. ganz frisch!
Fatcat ‎(16:06):
Das Loriot - Esel-Woogle-Spiel

Siemel ‎(16:07):
Woogle...?
Fatcat ‎(16:07):
Englischunterricht...Lückentext
Siemel ‎(16:07):
Ah!
Hübsch!
Donkey-Woogle
Fatcat ‎(16:08):
Was ist denn das? Das ist ein Geschenk von Frau Esel Pannislowski....Schau mal Opa der schöne Esel!
Siemel ‎(16:08):
LACH
Fatcat ‎(16:08):
Alter... ich les gleich mal weiter.
Siemel ‎(16:08):
Jau

Onlineroman: Caspar - David - Frederic Teil12

Bei ALDI gab es erwartungsgemäß nur wenig verschiedene Biersorten. Dave packte jeweils sechs Flaschen in den Wagen und rollte weiter zur Kühltruhe, wo er mit kundigem Blick das Grillgut begutachtete. Knapp zwanzig Minuten später ächzte sein winziger Fiat unter der Last von acht vollgepackten Tüten nebst Holzkohle. Niemand sollte am Wochenende hungrig nach Hause gehen. Für Mae hatte er zuvor eine erlesene Auswahl an Grillkäse, Tofu- und Sojawürstchen besorgt, außerdem Champignons, Paprika und Maiskolben. Sein Plan sah vor, sie direkt nach ihrem Lieblingsgrillgut zu fragen, um dieses dann wie zufällig aus einem bereitgestelltem Korb zu ziehen. Er war sich sicher in etwa 90 bis 95% aller möglichen Auswahlen abgedeckt zu haben. Eine gute Quote... aber ein Restrisiko blieb immer. David kurvte durchs Gewerbegebiet und parkte dicht vor dem Getränkemarkt. Dort kurbelte er das Fenster ganz nach unten und ging noch einmal die Liste durch. Es war vor allem wichtig ein System zu haben. Am Samstag würden etwa zwanzig Leute da sein, soweit er das bis jetzt überblicken konnte. Und die meisten davon hatten bestimmt mächtig Durst. Dave knöpfte sich den obersten Hemdknopf auf, schlug die Ärmel ein und stieg aus dem Auto. Das Bier-Eldorado lag vor ihm und wartete nur darauf, dass er seinen Claim absteckte.

Oma Cohen blickte erschrocken auf den Boden, hob die bunte Holzuhr auf und hängte sie vorsichtig zurück an den Haken - Nicht ohne vorher dessen Festigkeit zu prüfen. Dann wühlte sie hastig in einer Küchenschublade und kramte eine Taschenlampe hervor. In dem verflixten Ding waren keine Batterien! Oma sprintete Richtung Keller, dann mußte es halt so gehen! Hinter der Kellertür hörte sie ein Husten. Sie öffnete rasch und auf den Stufen vor ihr kniete Caspar, vor sich eine recht unapetitliche Lache. "Frau Cohen?", fragte er blinzelnd, "Was ist ein Arschleder?"

Sonntag, 13. Juni 2010

Onlineroman: Caspar - David - Frederic Teil11

Frederic blickte zufrieden über das blauweiße Fahnenmeer um ihn herum. 70.000 Zuschauer und deutlich mehr als die Hälfte davon bejubelte nun das 1:0 gegen Dortmund. Zwei Minuten waren noch zu spielen und so wie es aussah würde sich nicht mehr viel tun. Gut gelaunt bahnte sich Frederic seinen Weg zur Presselounge. Einen Aufhänger für den Artikel hatte er auch schon im Kopf. Heute war der 15. August und die erste Zeile würde lauten: "Alles andere als 0815 spielten die Knappen am 15.08!", so in etwa. Überschrift: "Sehenswertes Lokalderby!" Die Pressekonferenz war angenehm kurz, die anschließende Currywurst ausgesprochen schmackhaft. Fussball blauweiß, Pommes rotweiß - so war das Leben ok! Wie immer nach einem Ruhrpotttduell leerte sich der Parkplatz nur sehr langsam und Frederic verweilte noch ein wenig an sein schneeweißes Golf-Cabrio gelehnt in der Sonne. Er drehte das Autoradio noch ein wenig lauter und zündete sich eine Zigarette an. "...Was sind das bloß für Menschen die Beziehungen haben? Betrachten die sich denn als Staaten? Die verführen sich nicht! Die entführen sich höchstens...die enden wie Diplomaten." , Heinz Rudolf Kunze hatte es erfasst! Eigentlich ganz geil das Lied, schöner Hook, geht ins Ohr. Heinz Rudolf... David Alexander... Jan-Kevin, Doppelnamen waren anscheinend immer populär. Frederic bließ eine Rauchwolke durch die heiße Luft, zog die Sonnenbrille ab und steckte sie sich ins Haar. Ein paar Meter entfernt nur mündeten zwei traumhafte Gazellenbeine in einem prächtigen Knackarsch. Darüber wackelte bedrohlich die Motorhaube eines gebrechlichen Asconas. Öliger Rauch quoll aus dem Motorraum. Der Anblick erinnerte an einen zahnlosen Drachen bei einem Jungfrauen-Snack. Hmm...das galt es doch mal näher zu betrachten. Frederic schnappte sich eine Flasche Mineralwasser aus seiner Kühlbox und ging auf das Wrack zu. Zickiges Gefluche klang gedämpft durch den Rauch. Ein vielleicht zwölf Jahre alter Junge in voller blauweißer Fanmontur stand neben der geöffneten Fahrertür und gab einer vollkommen entnervten, dicklichen Frau am Steuer gute Tipps.
"Braucht ihr Hilfe? Sieht aus, als ob die Karre völlig überhitzt wäre.", Frederic deutete auf die Wasserflasche.
"Ach was?! Hammer-Diagnose...", ein verschmiertes, aber durchaus hübsches Gesicht tauchte unter der Haube auf. Die Schalker Kriegsbemalung hatte einige Zusatzstreifen in schwarzbraun erhalten. "Mit Wasser hab ich`s auch schon probiert. Da scheint ein Schlauch oder sowas lose zu sein. Scheiße!", fluchte die bunte Schönheit.
Die Dicke hatte sich aus dem Sitz gepellt und lugte nun von gegenüber unter der Haube durch. "Wer is`n das? Hallo? Ham sie ne Ahnung von Autos?"
"Darf ich mal?", Frederic beugte sich routiniert über den Motor, rüttelte an verschiedenen Dingen und prüfte die Leitungen. "Ja.. dachte ich mir! Da ist ein Schlauch oder sowas lose!", er grinste. Die beiden Frauen wechselten genervte Blicke.
"Läßt er sich denn überhaupt noch starten?", fragte Fredric.
"Nein! Die scheiß Kiste fährt nur, wenn sie Lust hat!", antwortete die Dicke.
Frederic wischte sich die Finger mit einem Taschentuch ab und reichte Mineralwasser und Tücher an die Hübsche weiter. "Einen Moment!", sagte er und zwinkerte.
Er stieg in seinen Wagen und manövrierte ihn geschickt rückwärts vor den Opel.
"Einsteigen bitte!", forderte er die Mechanikerin auf.
"Der Kollege kann auch vorne mit, ist sicherer!", er deutete auf den Jungen.
"Was soll`n das? Und ich bleib hier, oder was?", fragte die Dicke verwirrt. Es war wirklich ein heißer Tag!
"Sie lenken... und bremsen bei Bedarf. Aber vorsichtig! Sonst reißt das Seil!", Frederic hatte bereits angeleint.
"Aber wir haben jetzt gar kein Geld für ne Werkstatt dabei! Das wär eh zu teuer zur Zeit. Aber danke für..."
"Habt ihr noch sechs Mark?", unterbrach Frederic.
"Ja sicher...aber...", meinte die Dicke.
"Das reicht für`n Kasten Bier!", Frederic stieg ein und startete den Wagen. "Gang raus! Bremse los! Nicht bremsen, wenn ich nicht bremse! Wir sind in ner halben Stunde bei Werner!"
"Wer ist Werner?", fragte seine Beifahrin und wischte sich die Schminke aus dem Gesicht.
"Mein Schrauber!", gab Frederic zurück, "Zuverlässiger als der ADAC und billiger als ALDI!"